Gewerbeanmeldung als Physiotherapeut, Heilpraktiker oder Masseur - Was ist zu beachten?

Existenzgründung beim Gewerbeamt als Masseur

Alle Unternehmensgründer müssen eine Gewerbeanmeldung vornehmen, außer wenn sie als Freiberufler tätig sind. Ein zertifizierter Masseur etc. muss als Gewerbe angemeldet werden. In der Regel findet man das zuständige Gewerbeamt in der Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Zu beachten ist, dass man jenes Gewerbeamt aufsucht, wo sich der Sitz des Unternehmens auch befindet.

Zu den zertifizierten Masseuren gehören Personen, die eine solide Grundausbildung unter Beachtung der bestehenden Gesetze an einer professionellen Aus- und/oder Weiterbildungseinrichtung gemacht haben. In den meisten Fällen werden verschiedene Massagearten den Kursteilnehmern näher gebracht.

Therapeuten und die Existenzgründung beim Gewerbeamt
Mit vollständig ausgefülltem Gewerbeanmeldungs-Dokument, und unter Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses sollte die Anmeldung vor Ort in wenigen Minuten erledigt sein.

Checkliste für die Existenzgründung als Masseur

  • Nach der Gründung des Unternehmens, sollte man umgehend das Gewerbe beim jeweiligen Gewerbeamt anmelden.
  • Wer das Gewerbeamt nicht persönlich besuchen kann oder möchte, kann bei den meisten Gewerbeämtern auch online die Unterlagen einschicken und das Gewerbe anmelden. Die notwendigen Dokumente zur Gewerbeanmedung können oftmals auf der Website des jeweiligen Gewerbeamts heruntergeladen werden.
  • Als erstes sind der Name und die Rechtsform des Unternehmens in dem Formular einzutragen.
  • Persönliche Angaben über die Person wie Name, Adresse und Kontaktdaten, Geburtsort und Nationalität sind nötig, um ein Gewerbe anmelden zu können.
  • Dann folgen Kontaktdaten zur Betriebsstätte und zu weiteren Niederlassungen.
  • Im Feld „Angemeldete Tätigkeit“ muss beschrieben werden, welche geschäftlichen Aktivitäten durchgeführt werden.
  • Auch nebenberufliche Gewerbeanmeldung müssen eingetragen werden.
  • Angaben über die Anzahl der Beschäftigten und ein Grund für die Gewerbeanmeldung sind zusätzlich erforderlich, um ein Gewerbe anmelden zu können.
  • Auch die Aufenthaltsgenehmigung für ausländische Bürger sollte bei der Beantragung erbracht werden.
  • Nach einer erfolgreichen Anmeldung beim Gewerbeamt, muss eine Anmeldung beim Finanzamt durchgeführt werden. Hier erhält man nach einer Bearbeitungszeit von ca. zwei bis drei Wochen eine Umsatzsteuernummer. Hat man eine solche Nummer, ist sie zum Beispiel auf Rechnungen oder auch im Website-Impressum anzugeben. Das zuständige Finanzamt findet man unter http://www.finanzamt24.de/.

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Welche Versicherungen sollte man als Existenzgründer abschließen?

Selbstständige müssen krankenversichert sein: entweder in der gesetzlichen oder einer privaten Krankenversicherung. Personen, die selbstständig tätig sind, werden gemäß § 5 Abs. 5 SGB V von der Krankenversicherungspflicht als Arbeitnehmer ausgeschlossen. Jedoch heißt das nicht, dass man sich nicht krankenversichern muss. Die Krankenversicherung für Masseure fällt unter die Versicherungsart “freiwillig”. Es ist zu empfehlen, sich direkt bei der jeweiligen Krankenkasse zu melden und zu informieren. Bei einer verspäteten Meldung müssen Beiträge für diesen Zeitraum nachgezahlt werden.

Wer als Gewerbetreibender arbeitet, sollte sich um eine Haftpflichtversicherung kümmern. Selbst wer noch so sorgfältig arbeitet, kann sich nicht davor schützen, auch einmal etwas falsch zu machen. Eine Berufshaftpflicht- oder Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung bezieht sich auf berufliche Tätigkeiten und sichert auch Vermögensschäden ab.

Versicherungen zur Existenzgründung
Steuern für Gewerbetreibende

Welche Steuern fallen bei Gewerbetreibenden an?

Als Einzelunternehmen muss man für Gewinne Einkommens- und gegebenenfalls Kirchensteuer sowie Solidaritätszuschlag zahlen. Im Gegensatz zu anderen Rechtsformen kann man als Einzelunternehmer Verluste aus dem Unternehmen mit anderen Einnahmequellen verrechnen und so Steuern sparen. Wer mehr als 24.500 Euro pro Jahr verdient, ist dazu verpflichtet, Gewerbesteuer zu zahlen. Die Steuer steigt oberhalb dieses Freibetrages stufenweise bis zum Höchstsatz ab 72.500 Euro an.

Kleinunternehmerregelung für Masseure

Grundsätzlich müssen alle Existenzgründer Umsatzsteuer abführen. Einzelunternehmen, auf die die Kleinunternehmerregelung zutrifft, müssen jedoch keine Umsatzsteuer zahlen. (Man  erhält beim Finanzamt keine Umsatzsteuer, sondern eine Steuernummer die man nur im Kontakt mit dem Finanzamt angeben muss, nicht aber im Rahmen des geschäftlichen Verkehrs, wie mit einer Umsatzsteuernummer.) Die Kleinunternehmerregelung gilt bei einem Bruttoumsatz von nicht mehr als 17.500 Euro im Vorjahr, sowie einem voraussichtlichen Bruttoumsatz von nicht mehr als 50.000 Euro im laufenden Jahr. Wenn der Umsatz über den genannten Beträgen liegt, muss die Umsatzsteuer nachgezahlt werden.

 

Zusätzliche Informationen für gewerbetreibende Masseure

Die Gebühr für die Gewerbeanmeldung ist je nach Bundesland unterschiedlich und bewegt sich zwischen 10 und 40 Euro. Man kann sich vor der Gewerbeanmeldung über die Kosten informieren, um ohne Komplikationen das Gewerbe anmelden zu können. Zudem ist eine Anmeldung bei der jeweiligen Berufsgenossenschaften Pflicht und maßgeblich für die gesundheitlichen Aspekte Ihres Unternehmens zuständig. Die für Masseure zuständige Berufsgenossenschaft ist die BGW – Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Die Anmeldung sollte binnen einer Woche nach Unternehmensgründung des Unternehmens stattfinden. Für die gesamte Abwicklung der Unternehmensanmeldung sollte man circa vier Wochen einplanen.

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